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Auszüge aus Rezensionen
 
Frankfurter Rundschau, 3. August 2005
Tagesspiegel, 8. August 2005
WDR 5, 29. August 2005
n-tv, 6. September 2005
Märkische Allgemeine, 8. September 2005
Leipziger Volkszeitung, 9. September 2005
Blick nach Rechts, 17/2005
Süddeutsche Zeitung, 17. Oktober 2005
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Oktober 2005
Die Welt vom 7. Januar 2006
 
 

Rechte Erlebniswelten
Toralf Stauds Buch über die NPD zeigt: Nicht die Partei ist die größte Gefahr, sondern die wachsende Subkultur

Frankfurter Rundschau, 3. August 2005 „Der Zeit-Autor Staud, Jahrgang 1972, nimmt die NPD ernst. Deswegen hat er sich auf eine Reise gemacht, die sich sonst kaum einer zumuten würde: eine Reise in die Welt der NPD. Er nimmt die Leser mit: ins italienische Restaurant am Berliner Müggelsee, wo er Parteichef Udo Voigt trifft. In den Landtag in Dresden, der seit dem Einzug der Partei im vergangenen Herbst zur ‚Geldmaschine, Propagandabühne und Lehrwerkstatt’ der NPD geworden sei. Ins idyllische Städtchen Königstein in Sachsen, wo die NPD bei der Kommunalwahl mehr als 20 Prozent der Stimmen errang – und wo häufig nicht die Rechtsextremisten Außenseiter sind, sondern jene, die sich gegen sie engagieren. Und ins mittelhessische Ehringshausen, wo die rechtsextreme Partei zwar auch schon einmal über 20 Prozent geholt hat, aber inzwischen einem breiten Bündnis des Widerstandes gegenübersteht. … Am Ende irritiert Stauds Danksagung, die ausdrücklich ‚all meinen Gesprächspartnern innerhalb und außerhalb der NPD’ gilt. Doch der Autor bleibt da nur konsequent. Denn er empfiehlt allen Demokraten: ‚Seien Sie höflich, auch zu Neonazis!’ Es helfe der Partei nur, wenn sie sich als Märtyrer aufführen könne und ihren Vertretern wie am Wahlabend von Dresden das Mikrofon weggezogen werde.“

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Nazis müssen nicht dumm sein
Toralf Staud beschreibt, was sich die NPD von Gramsci abgeschaut hat: Isoliert in Politik und den Medien will sie den Alltag in der Provinz prägen

Tagesspiegel, 8. August 2005 „ Welche Strategie der Machtergreifung die NPD verfolgt, lässt sich jetzt in einem Buch nachlesen, das der langjährige Zeit-Redakteur Toralf Staud geschrieben hat. Staud gehört zu der ziemlich überschaubaren Community von Journalisten, die sich seit Jahren intensiv mit dem Rechtsextremismus in Deutschland auseinandersetzen. So ist es Staud gelungen, das Wesen der NPD zu durchschauen – und die Heimtücke ihrer Strategie der ‚Faschisierung’ der (vornehmlich ostdeutschen) Provinz. ‚Die NPD und ihre Weltanschauung mögen in den Parlamenten isoliert sein’, schreibt Staudt, ‚in der Bevölkerung sind sie es nicht. Und durch ihre Graswurzelrevolution in Ostdeutschland prägt sie schon heute die Lebenswelt eines Teils der Bevölkerung mit.’ Dies sei für die von der NPD angestrebte, langfristige Verankerung ihrer Ideologie viel wichtiger als Bundestagsmandate. Staud verweist auf das Konzept der Erringung der kulturellen Hegemonie, das der italienische Kommunistenführer Antonio Gramsci vor mehr als 70 Jahren entwarf, als Häftling des faschistischen Regimes.“

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Die netten Nazis von nebenan?

WDR 5, 29. August 2005 „’Das Ziel aller Politik für die NPD ist das Volk, ist nicht das Wohl des einzelnen, oder nicht die Freiheit des einzelnen zu wahren, sondern ein imaginäres Volksinteresse. Und diesem Volksinteresse hat sich jeder unterzuordnen, was nicht zusammen geht mit dem Grundgesetz, das auf der Wahrung der Rechte des einzelnen den größten Wert legt’, fasst es Toralf Staud zusammen. Seit Jahren beobachtet er die nationalistische Szene als kritischer Journalist. Aus diesem Fundus schöpft er nun in seinem Buch Moderne Nazis, das die Öffnung der NPD nach ganz Rechts nachzeichnet, ihre Vermischung mit der deutschen Skinhead Szene und die prominente Rolle, die sie inzwischen in der rechten Jugendkultur spielt. … Stauds Buch macht das Phänomen NPD nicht nur fass- und einschätzbarer, sondern steuert vor allem der Lähmung entgegen, die sich ansonsten breitmacht, wenn das Thema auf die Nationaldemokraten kommt.“

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Gefahr für die Demokratie
Die neue Rechte

n-tv, 6. September 2005 „Eine auf den ersten Blick erfreuliche Nebenfolge des Aufstiegs der so genannten Linkspartei ist die Aussicht, dass die rechtsextremistischen Parteien wohl nicht in den nächsten Bundestag einziehen werden. … Auf Seiten der NPD hält sich der Verdruss über die gesunkenen Chancen allerdings in Grenzen, verfolgt man dort doch größere Ambitionen, wobei eine größere Aufmerksamkeit auf bundespolitischer Ebene im Moment eher als nachteilig empfunden wird. Den Nationaldemokraten geht es nämlich im Gegensatz etwa zur rechtspopulistischen DVU um nichts weniger als um die Aushöhlung bzw. die Abschaffung der verfassungsmäßigen Ordnung. … Wie weit dieses Ansinnen bereits in die Tat umgesetzt ist, weist der Zeit-Journalist Toralf Staud in seinem bei Kiepenheuer & Witsch erschienen Buch Moderne Nazis nach. In elf flott, aber dennoch unaufgeregt geschriebenen, Kapiteln zeigt Staud das Gefahrenpotenzial auf, welches von dieser in ihren Methoden sehr modernen Partei ausgeht. Ihm kommen dabei seine jahrelangen Recherchen zu Gute, die ihm einen intimen Einblick in die rechtsextreme Szene ermöglichen.“

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Analyse der NPD und ihrer Kader


Märkische Allgemeine, 8. September 2005 „In den nächsten Bundestag wird die NPD nicht einziehen. Darin sind sich alle Demoskopen einig, und auch der Zeit-Journalist und exzellente Kenner der rechten Szene, Toralf Staud, teilt diese Prognose in seinem aktuellen Buch über die rechtsextreme Partei. Dennoch hält er die NPD für eine Bedrohung für die Demokratie, die in Deutschland nicht genug ernst genommen wird: vor allem, weil sie in vielen ländlichen Regionen in Ostdeutschland inzwischen fest verankert ist und dort die Spielregeln in der Jugendkultur festschreibt und die Demokratie langsam von unten aushöhlt. Ob 2006 ihr erklärtes Ziel gelingt, nach Sachsen auch in Mecklenburg-Vorpommern in den Landtag einzuziehen, ist für Staud eine offene Frage ebenso wie die, ob sie unter einem weiteren Sozialabbau einer möglicher Merkel-Regierung weitere Anhänger bekommen könnte.“

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Revolution in der Provinz
Die NPD ist zu einer Bedrohung für die Demokratie geworden

Leipziger Volkszeitung, 9. September 2005 „Als die NPD im vergangenen September mit zwölf Abgeordneten in den sächsischen Landtag einzog, waren die Rechtsextremen von diesem Erfolg so berauscht, dass sie beinahe den Geburtstag ihrer Partei vergessen hätten. Am 29. November 1964 hatten Vertreter verschiedener kleiner rechter Parteien in Hannover die Nationaldemokratische Partei Deutschlands gegründet. Zwischen 1966 und 1969 zog die neue Partei in sieben Landtage ein, versank danach aber für Jahrzehnte in der Bedeutungslosigkeit. Jetzt ist sie wieder da und gefährlicher denn je. ‚Die NPD ist die älteste rechtsextreme Partei Deutschlands, aber auch die modernste’, warnt Toralf Staud in seinem neuen Buch Moderne Nazis. Wer wissen will, wie der Partei ihr beispielloses Comeback gelang und wie man darauf reagieren sollte, kommt an diesem klugen, wissenschaftlich fundierten und noch dazu gut lesbaren Buch nicht vorbei.“

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Wechselvolle Entwicklung
Brandstifter in Schlips und Kragen – die verschiedenen Gesichter der NPD

Blick nach Rechts, 17/2005 „Toralf Staud liefert seit Jahren präzise und gut recherchierte Einblicke in die deutsche rechtsextreme Szene. Sein soeben erschienenes Buch Moderne Nazis beschreibt die wechselvolle Entwicklung der NPD. … Das Buch ist ausgesprochen informativ, flüssig geschrieben, mit Literaturverzeichnis und Personenregister sorgfältig ediert – und so aktuell, dass im einleitenden Kapitel auf die Probleme eingegangen wird, die der NPD aus der vorgezogenen Bundestagswahl entstehen. Dabei stellen für den Autor nicht ihre punktuellen Wahlerfolge, sondern die schleichende Erosion der Demokratie in der Fläche die eigentliche Gefahr dar. Sein deprimierendes Fazit: In manchen Gegenden und Städten (Ost)Deutschlands sind angesichts rechter Alltagspräsenz die Grundrechte nur noch eingeschränkt gültig. Im Schlusskapitel entwickelt Staud eine kleine „Gebrauchsanweisung für den Umgang mit der NPD“. Dazu gehört die offensive und argumentative Auseinandersetzung mit den Rechtsextremen – statt ihnen wie am Wahlabend in Dresden hilflos das Mikrofon abzudrehen.“

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Höflich zu Nazis
Ein Ratgeber für den Umgang mit der neuen Rechten

Süddeutsche Zeitung, 17. Oktober 2005 „Moderne Nazis ist eine kenntnisreiche, detailgenaue Schilderung der Geschichte der rechten Parteien, vor allem der NPD, ihrer Mitglieder und politischen Ziele. Das Buch beschreibt, wie sich die NPD seit ihrer Gründung im Jahr 1964 verändert hat – von einer anti-kommunistischen, christlich-konservativen und bürgerlichen „Partei von Hitlerromantikern“ in eine „revolutionäre Kaderpartei“, die einen nationalen Sozialismus anstrebt. Und Staud stellt klar: Wenngleich etliche Wähler ihre Stimme dieser Partei aus Trotz geben, so ist sie trotzdem keine Protestpartei. Deshalb müsse man sie ernstnehmen und wissen, wie man mit ihr umzugehen hat. Doch der richtige Umgang fällt schwer. … Deswegen hat der Autor am Ende seines Buches eine ‚Gebrauchsanweisung für den Umgang mit der NPD’ in zwölf Punkten geschrieben. Punkte, die fast als Gebote zu verstehen sind.“

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Wenn das der Führer wüsste!
Die NPD profitiert von der Hinterlassenschaft der SED

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Oktober 2005 „Offenbar profitieren Rechtsextremisten in der Ex-DDR mancherorts von geistig-moralischen Hinterlassenschaften der ‚antifaschistischen’ SED. Dazu gehören Freund-Feind-Denken, ‚Kopf-ab’-Parolen, Kirchen-, Amerika-, Israel- und Ausländerfeindlichkeit (Ausländerquote im Osten heute bei 2 Prozent). Ausdrücklich loben Rechtsextremisten bis heute die angebliche Vollbeschäftigung in der Deutschen Demokratischen Republik und die tatsächlich geringe Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus, den die SED lieber Faschismus beziehungsweise Nazismus nannte, um Ähnlichkeiten zwischen beiden deutschen Diktaturen zu vertuschen. … Staud erwähnt Ähnlichkeiten zwischen NPD und PDS (Demagogie), weigert sich aber, beide umfassend zu vergleichen. Doch systematische Vergleiche könnten neben Unterschieden jene weiteren Analogien herausarbeiten (etwa Wählermentalitäten), die Stauds empirisch schwach untermauertes Buch erahnen lässt.“

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Die frischen, fröhlichen, jungen Genossen von der NPD
Die NPD profitiert von der Hinterlassenschaft der SED

Die Welt vom 7. Januar 2006 Es gibt ein paar Bücher, die man unbedingt gelesen haben sollte. Manche sind wunderschön, andere witzig oder haben die Welt verändert. "Moderne Nazis" ist weder schön noch witzig. Es ist notwendig. Eine Menge Herrschaftswissen aus jahrelanger akribischer - und furchtloser - Recherche hat Staud da unters Volk geworfen. Gerade deshalb möchte man Kommunalpolitikern, Polizeidirektoren und vor allem Lehrern zurufen: Lest endlich - und handelt!

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